Secondhand

Gebrauchte Bekleidung im Secondhand-Bereich ermöglicht in Deutschland auch Verbrauchern mit einem eher schmalen Geldbeutel stets modisch und aktuell angezogen zu sein. Die Angebote zahlreicher Secondhand-Läden reichen dabei von ausgefallener Designermode bis hin zu Alltagskleidung.

Galt das Kaufen in entsprechenden Geschäften vor einiger Zeit noch eher als Zeichen der Armut, waren es dann auch die weniger betuchten Kunden, die ihren Weg dorthin fanden. Das Bild hat sich jedoch im Laufe der Zeit verändert. Zwar existieren die Kleiderkammern der sozialen Einrichtungen immer noch, die es schwächeren, meist kinderreichen Personen erlauben, für billiges Geld gebrauchte Bekleidung zu erwerben, daneben hat sich allerdings auch ein neuer Markt aufgetan.

In vielen Städten bieten etablierte Secondhand-Boutiquen erstklassige Ware an, wobei das Shopping in diesen Läden teilweise bereits als trendy und Zeichen der eigenen Individualität gilt. Diese Entwicklung ist gerade in ökologischer Hinsicht zu begrüßen. Neben dem Secondhand-Handel im Inland ist es der Export gebrauchter Kleidung in Länder, in denen Menschen über eine geringe Kaufkraft verfügen. Osteuropa, Mittelasien, der Mittlere Osten und Afrika sind vom ausländischen Secondhand-Markt nicht wegzudenken. Trotz zahlreicher Stimmen, die zu bedenken geben, dass Exporte gebrauchter Kleidung für die jeweiligen Länder immer zu Problemen innerhalb der einheimischen Textilindustrie führen, boomt der weltweite Handel nach wie vor.

Die Gründe für den Kauf von Secondhand-Bekleidung sind dabei unterschiedlich. Natürlich ist in erster Linie der Preis ausschlaggebend, aber auch Aspekte wie die Möglichkeit, preiswert aktuellen Modetrends folgen zu können, sind für Teile der Bevölkerung in den importierenden Ländern wichtig. Außerdem wird oftmals die Qualität der Secondhand-Textilien denen der einheimischen Produktionen vorgezogen. Secondhand-Ware hat alles zu bieten, was der erste Bekleidungsmarkt hervorbringt.